Hat Steinbach nicht schon genug Schulden?
Am 12.April hat unsere Stadtverordnetenversammlung den Bau ( Asphaltierung ) eines zusätzlichen Feldweges als Verbindungsstück der Regionalparkroute zwischen der Steinbachaue und dem Eschborner Feldwegenetz beschlossen. Über diese umstrittene Entscheidung hat die Taunuszeitung mehrfach berichtet, letztmals am 14.4.10.
Im Schlussargument des TZ-Artikels vom 14.4.10 heißt es: „Weil das Land aber die restlichen zwei Drittel der Kosten trägt, sei das selbst für eine Stadt, die mit dem Rücken an der Wand steht, nicht zu viel".
Unsere Stadt Steinbach ist mit mehr als 20 Mio. € hoch verschuldet. Jetzt kommt der Ausfall von ca. 2 Mio. € (Nichtzustandekommen des Vertrags über den Verkauf des Schwimmbades) noch hinzu. Weiter fallen monatlich ca. 13.000 € als Zinszahlung für den Erwerb der Grundstücke im Taubenzehnten an, die irgendwann zukünftig beglichen werden müssen. Deshalb sollte jeder weitere € Schulden vermieden werden. Warum muss dann die Stadt mit ca. 55.000 € für einen neuen Feldweg ihren Schuldenberg weiter erhöhen?
Um nicht missverstanden zu werden. Das Projekt Regionalparkroute ist absolut sinnvoll und unterstützungswürdig. Aber die Route kann auf einem bestehenden, bereits ausgebauten Wegenetz verlaufen. Anstatt einen neuen Weg auszubauen, der Ackergelände verschlingt und der die Landesstrasse Eschborn-Steinbach kreuzt, wo es keine sichere Ampelanlage gibt, könnte die Route vom Äppelwoibrückle am Friedhof - Reiterhof vorbei zur neuen Ampelanlage zwischen den Neubaugebieten Taubenzehnten/Eschborner Weg ins Eschborner Wegenetz führen.
Diese Route würde manchen Radler, Skater und Wanderer dazu ermuntern, einen Einkehrschwung zum Pijnackerplatz/Kirchgasse zu machen. Diese Route ist schon heute durchgängig asphaltiert. Man braucht dann kein Grundstück zu erwerben, über das ein Feldweg hinauf zur Landstraße zwischen Steinbach und Eschborn asphaltiert wird und muss den Übergang über die stark und schnell befahrene Landstraße nicht zusätzlich sichern.
Die Steinbacher Lücke der Regionalparkroute ist über bestehende Wege bereits geschlossen, und man spart durch die Nutzung der bestehenden Wege runde 165.000 € Steuergelder (Anteile des Landes und der Stadt Steinbach).
Die jetzt zusätzlich fehlenden 2 Millionen werden im zu erstellenden Nachtragshaushalt für 2010 dazu zwingen, auf weniger Dringliches zu verzichten. Auf das beschlossene aber unnötige Teilstück der Regionalparkroute zwischen der Steinbachaue und der „Steinbacher Höhe" könnte verzichtet werden. Kostenbewusste Bürger denken so.
G. Hilper, Schwanengasse 6 E





